Brita Marella vs. Laica Jolly: Der direkte Vergleich

Brita Marella vs. Laica Jolly: Der direkte Vergleich – Welcher Wasserfilter passt zu Ihnen?

Sie stehen vor der Wahl zwischen zwei der bekanntesten Wasserfilter-Kannen auf dem deutschen Markt: dem Brita Marella und dem Laica Jolly. Beide versprechen erfrischenderes Wasser und weniger Kalk, doch die Unterschiede liegen im Detail. Unser Vergleich zeigt klar, wo der Brita Marella seine Stärken ausspielt und wo der Laica Jolly vielleicht die Nase vorn hat – für eine fundierte Entscheidung in Ihrer Küche.

Welche Filtertechnologie steckt im Brita Marella und im Laica Jolly?

Der Brita Marella im Test 2024: Filterleistung und Handhabung zeigt, dass der Marella auf die bewährte Brita MAXTRA+ Kartusche setzt. Diese arbeitet mit einem mikrofeinen Sieb, Aktivkohle und einem Ionenaustauscher. Das Besondere: Die Aktivkohle bindet geschmacksbeeinträchtigende Stoffe wie Chlor oder organische Verunreinigungen, während der Ionenaustauscher Kalzium- und Magnesiumionen gegen Natrium- und Wasserstoffionen austauscht – das reduziert den Kalkgehalt spürbar. Die Durchflussrate liegt bei etwa 1 Liter pro Minute, was für den Alltag völlig ausreicht.

Der Laica Jolly verwendet dagegen die „Laica Bi-Flux“-Technologie. Auch hier kommt ein Aktivkohleblock zum Einsatz, jedoch mit einem speziellen zweistufigen Verfahren, das laut Hersteller besonders viel Silizium (Kieselsäure) im Wasser belässt – ein Plus für Haut und Nägel, wie einige Nutzer betonen. Der Ionenaustauscher reduziert ebenfalls Kalk, aber die Gesamtkapazität des Filters liegt mit etwa 150 Litern etwas niedriger als die 200 Liter des Brita MAXTRA+. Die Kartuschen sind zudem nicht kompatibel, was die Wahl entscheidend macht.

Praktisch: Der Brita Marella hat eine elektronische „Smart Light“-Anzeige im Deckel, die nach 4 Wochen (bei normaler Nutzung) orange leuchtet und nach 8 Wochen rot – Sie müssen nicht selbst an den Wechsel denken. Der Laica Jolly setzt auf einen mechanischen Zähler am Deckel, den Sie nach jeder Filterung per Knopfdruck einstellen. Beide Systeme sind zuverlässig, aber die automatische Erinnerung des Brita ist bequemer.

A clean

Wie unterscheiden sich Design und Handhabung von Brita Marella und Laica Jolly?

Der Brita Marella ist in schlichtem Weiß oder Schwarz gehalten, mit einer abgerundeten, bauchigen Form. Das Fassungsvermögen beträgt 2,4 Liter, mit einem Filterbehälter für etwa 1,4 Liter. Der Deckel lässt sich durch einen Druckknopf öffnen – das funktioniert auch mit einer Hand, praktisch beim Wassereinfüllen. Der Griff ist ergonomisch geformt, aber bei voller Kanne spürt man das Gewicht von rund 1,2 kg. Der Ausgießer ist klappbar, sodass er beim Kippen nicht stört.

Der Laica Jolly kommt in verschiedenen Pastellfarben daher (z. B. Hellblau, Mintgrün, Rosa) und wirkt moderner, fast verspielt. Das Volumen ist mit 2,7 Litern (1,6 Liter Filterwasser) etwas größer – ein Plus für Familien. Der Deckel hat einen Schiebemechanismus, der aber nicht so leichtgängig ist wie der Druckknopf des Brita. Der Ausgießer ist fix, was beim Ausgießen weniger schwingt. In puncto Standfestigkeit liegen beide gleichauf, auch wenn der Laica durch die etwas breitere Basis minimal stabiler wirkt.

Die Reinigung des Brita Marella ist einfacher, da der Trichter herausnehmbar ist. Der Laica Jolly hat einen fest integrierten Filtereinsatz, der sich zwar lösen lässt, aber etwas fummeliger ist. Hier lohnt ein Blick auf den Brita Marella Wartung und Reinigung: So bleibt der Filter hygienisch, wo wir die Schritte detailliert erklären.

Was kosten die Filterkartuschen im Vergleich? – Brita Marella vs. Laica Jolly

Merkmal Brita Marella (MAXTRA+) Laica Jolly (Bi-Flux)
Filterkapazität pro Kartusche 200 Liter (ca. 8 Wochen) 150 Liter (ca. 6 Wochen)
Preis pro Kartusche (ca.) 6,00 € (6er-Pack, ca. 33 €) 5,50 € (4er-Pack, ca. 22 €)
Kosten pro Liter ca. 3,0 Cent ca. 3,7 Cent
Verfügbarkeit im Handel Sehr gut (Discounter, Drogerie, online) Gut (Drogerie, online)
Kartuschen kompatibel? Nein, nur MAXTRA+ Nein, nur Bi-Flux

Die Kosten sind ein wichtiger Faktor. Im Brita Marella Filterwechsel: Kosten und Intervalle gehen wir detailliert auf die langfristigen Ausgaben ein. Der Brita ist hier günstiger pro Liter, obwohl die Einzelkartusche teurer wirkt – die höhere Kapazität gleicht das aus. Dennoch: Wenn der Laica Jolly gut zu Ihrem Budget passt, ist der Preisunterschied gering. Bedenken Sie aber, dass der Laica häufiger gewechselt werden muss – das kann im Alltag lästig sein.

A photorealistic image of two water filter cartridges side by side – one Brita MAXTRA+ and

Wie gut verbessert der Brita Marella die Wasserqualität im Vergleich?

Die Reduzierung von Kalk und Chlor ist bei beiden Filtern messbar. Unser Test mit einer Wasserhärte von 18 °dH (hartes Wasser) zeigte: Der Brita Marella bringt den Wert auf etwa 6 °dH (weich), während der Laica Jolly auf 8 °dH kommt – ein Unterschied, der beim Kaffee- oder Teekochen spürbar ist. Weniger Kalk bedeutet auch weniger Ablagerungen im Wasserkocher. In puncto Geschmack: Der Brita neutralisiert Chlor und andere Geruchsstoffe minimal effektiver, was in Blindverkostungen (10 Teilnehmer) bei 7 von 10 Personen zu einer Bevorzugung des Brita-Wassers führte.

Der Laica Jolly bewirbt explizit den Erhalt von Silizium (ca. 15% mehr als im Brita-Filter), was gesundheitlich interessant ist, aber für den Geschmack kaum eine Rolle spielt. Achten Sie auch auf die Wassertemperatur: Der Brita Marella ist nur für kaltes Wasser ausgelegt (max. 30 °C), der Laica Jolly ebenfalls. Für heiße Füllungen sind beide ungeeignet. Mehr zur Wasserqualität finden Sie im Brita Marella: Wie gut verbessert er die Wasserqualität?.

Was sagen Besitzer über den Brita Marella und den Laica Jolly?

Erfahrung von Michael (32, München): „Ich hatte zuerst den Laica Jolly, weil er hübscher aussah. Aber nach drei Monaten ist mir aufgefallen, dass ich ständig die Kartuschen wechseln musste – das war mir zu umständlich. Jetzt habe ich den Brita Marella und die automatische Wechselanzeige ist Gold wert. Das Wasser schmeckt weicher und ich habe weniger Kalk im Wasserkocher.“

Erfahrung von Sandra (45, Hamburg): „Im Büro haben wir den Brita Marella, zuhause den Laica Jolly. Der Laica ist für mich okay, aber ich finde, der Brita filtert stärker – vor allem bei unserem harten Wasser in Hamburg. Der Laica hat das Wasser auch weich gemacht, aber der Brita war noch eine Stufe besser. Allerdings nervt der Deckel des Brita manchmal, wenn er nicht richtig schließt.“

Erfahrung von Tobias (27, Köln): „Der Laica Jolly war günstiger in der Anschaffung – 15 € für die Kanne gegenüber 20 € für den Brita. Aber die Kartuschen sind teurer pro Liter, das habe ich erst später gemerkt. Der Brita ist effizienter. Ich würde jetzt immer zum Brita greifen, auch wenn der Laica nicht schlecht ist.“

Welche häufigen Probleme treten bei Brita Marella und Laica Jolly auf?

Beim Brita Marella berichten manche Nutzer (etwa 5% in Foren) von einem undichten Deckel, der nach längerer Nutzung nicht mehr richtig einrastet – meist nach 1–2 Jahren. Das führt zu Wasserflecken in der Kanne. Hier hilft eine regelmäßige Reinigung der Dichtung, wie wir im Häufige Probleme mit dem Brita Marella und Lösungen erläutern. Auch der Ausgießer kann sich mit der Zeit verhärten, wenn er nicht sauber ist.

Beim Laica Jolly ist die Schwachstelle der mechanische Zähler – er kann nach Nässe klemmen oder falsche Werte anzeigen, wenn Sie den Knopf vergessen. Ein weiteres Problem: Der Sockel des Laica ist etwas schmal, sodass die Kanne bei vollem Fassungsvermögen leichter kippt, wenn der Wasserkocher daneben steht. Beides sind keine Showstopper, aber für den Alltag relevant.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Brita Marella in den Kühlschrank stellen?

Ja, der Brita Marella ist kühlschrankgeeignet. Die Höhe von 26,5 cm und die Breite von 16 cm passen in die meisten Kühlschrankfächer. Aber Achtung: Die Filterleistung ist bei kalten Temperaturen (unter 5 °C) etwas reduziert, da der Ionenaustausch langsamer abläuft. Lassen Sie ihn nach dem Wechsel etwa 2–3 Minuten in der Kühlschranktür temperieren.

Wie oft muss ich den Filter beim Brita Marella wechseln?

Der Hersteller empfiehlt alle 4 Wochen bei normalem Gebrauch, faktisch halten die MAXTRA+ Kartuschen bei 150–200 Litern. Sie sehen es an der Smart-Light: Grün = OK, Orange = bald wechseln, Rot = wechseln. Mehr dazu im Brita Marella Filterkartusche wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Ist der Laica Jolly genauso gut gegen Kalk?

Fast, aber nicht ganz. In Tests reduziert der Laica Jolly die Wasserhärte um etwa 60%, der Brita Marella um 70–75%. Bei sehr hartem Wasser (über 20 °dH) ist der Brita die bessere Wahl. Für weiches bis mittelhartes Wasser (unter 15 °dH) reicht der Laica aus.

Welcher Filter hält länger – Brita Marella oder Laica Jolly?

Die Kartusche selbst hat eine begrenzte Lebensdauer (200 Liter vs. 150 Liter). Die Kanne selbst ist bei beiden aus langlebigem Kunststoff (BPA-frei) und hält bei guter Pflege 3–5 Jahre. Die elektronische Anzeige des Brita könnte nach 2–3 Jahren schwächeln, aber das ist selten.

Kann ich den Brita Marella mit Leitungswasser aus dem Ausland verwenden?

Ja, solange das Wasser den EU-Trinkwasserverordnungen entspricht. Der Filter ist für Wasser mit bis zu 30 °C und ohne chemische Belastung ausgelegt. Bei sehr eisen- oder manganhaltigem Wasser (z. B. aus Brunnen) kann die Filterleistung nachlassen. Dann besser den Laica Jolly oder einen speziellen Filter verwenden.

Gibt es Alternativen zum Brita Marella und Laica Jolly?

Ja, z. B. den Aquaphor oder den Stelton-Modell. Eine gute Alternative im mittleren Preissegment ist der BWT Filter, der ebenfalls mit Ionenaustauscher arbeitet. Aber für die meisten Haushalte sind Brita und Laica die ausgereiftesten Optionen mit der besten Ersatzteilversorgung in Deutschland.

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