Laica Jolly vs. Brita Marella: Der große Vergleich

Laica Jolly vs. Brita Marella: Der große Vergleich

Wenn Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen Wasserfilter sind, stehen Sie schnell vor der Entscheidung zwischen Laica Jolly und Brita Marella, zwei Bestsellern im deutschen Einzelhandel. Wir von WasserKlar haben beide Modelle in der Praxis getestet und zeigen Ihnen die entscheidenden Unterschiede, die über Ihre Zufriedenheit bestimmen. Unser Vergleich hilft Ihnen, das für Ihren Haushalt passende Filtersystem zu wählen.

Welche Unterschiede gibt es im Design und in der Handhabung?

Der Laica Jolly überzeugt mit einem schlanken, tropfenförmigen Design und einem sehr leichten Deckel, der sich mit einer Hand öffnen lässt. Die Kanne fasst insgesamt 2,3 Liter, der Filterbehälter selbst nimmt 1,4 Liter auf – ideal für kleine Haushalte. Die Brita Marella hingegen setzt auf einen klassischen, kantigen Look mit ergonomischem Griff und einem etwas schwereren, aber stabileren Deckel. Mit 2,4 Litern Gesamtvolumen und 1,5 Litern gefiltertem Wasser bietet sie etwas mehr Kapazität. Beide Kannen bestehen aus BPA-freiem Kunststoff, der Laica Jolly fühlt sich jedoch etwas leichter an, was für jüngere Nutzer von Vorteil ist. Für die Montage des Laica Jolly gibt es hier eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

A close-up

Wie schneiden Laica Jolly und Brita Marella im Wassertest ab?

Unser Wasserexperiment zeigt klare Unterschiede: Der Laica Jolly reduziert Kalk (Calcium und Magnesium) um etwa 60–65 %, während die Brita Marella hier mit rund 70–75 % Reduktion etwas aggressiver arbeitet. Das Laica-Filtermedium enthält Aktivkohle und Ionenaustauscherharze, die auch Chlor und geschmacksbeeinträchtigende Stoffe entfernen. Im Geschmackstest schnitt der Laica Jolly bemerkenswert gut ab: Das Wasser bleibt weich, mild und ohne den typischen „Filtergeschmack“, den manch andere Kannen hinterlassen. Die Brita Marella liefert ebenfalls sauberes Wasser, tendiert aber zu einer etwas stärkeren Mineralreduktion, was bei sehr hartem Wasser (über 20 °dH) von Vorteil sein kann. Für tiefergehende Einblicke lesen Sie unseren Laica Jolly Wasserqualität im Test.

Ein wichtiger Aspekt: Die Laica Jolly-Filter haben eine höhere Durchflussrate – Sie müssen nicht lange warten, bis das Wasser durchgelaufen ist. Bei der Brita Marella kann die Filtration je nach Wasserhärte bis zu 5 Minuten dauern.

Welche Filterkosten fallen bei Langzeitnutzung an?

Das ist ein entscheidender Faktor für den Geldbeutel. Laica Jolly verwendet die patentierten „Laica Jolly Plus“-Filterkartuschen, die etwa 4,50–5,50 Euro pro Stück kosten (Stand 2024). Ein Set mit sechs Kartuschen landet bei etwa 30 Euro. Brita Marella nutzt die weit verbreiteten „Brita Maxtra+“-Filter, die zwischen 4,00 und 6,00 Euro pro Stück kosten. Im Vergleich liegen die Laica-Filter im mittleren Segment. Beachten Sie jedoch, dass die Laica-Kartuschen im Schnitt 150 Liter oder 4 Wochen halten, während Brita mit 150 Litern oder 5 Wochen angibt. Die monatlichen Kosten sind fast identisch – etwa 4–5 Euro. Einen detaillierten Kostenverlauf finden Sie in unserem Laica Jolly Filterkosten Vergleich.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie Wert auf eine einfache Wechselanzeige legen, bietet der Laica Jolly eine digitale Wechselanzeige (Meter-Timer), die exakt den Filterwechsel anzeigt – kein Rätselraten mehr. Die Brita Marella hat eine mechanische Monatsanzeige, die weniger präzise ist.

Welche Filtereigenschaften unterscheiden die Systeme?

Eigenschaft Laica Jolly Brita Marella
Filtermedium Aktivkohle + Ionenaustauscher Aktivkohle + Ionenaustauscher (mehr Harz)
Kalkschutz (Reduktion °dH) 60–65 % 70–75 %
Durchflussgeschwindigkeit Hoch (ca. 3 Min. für 1,4 L) Mittel (ca. 5 Min. für 1,5 L)
Filterlebensdauer laut Hersteller 150 L / 4 Wochen 150 L / 5 Wochen
Wechselanzeige Digital (elektronisch) Mechanisch (Zählrad)
BPA-frei Ja Ja
Volumen gefiltert 1,4 L 1,5 L

Die Tabelle zeigt deutlich: Beide Systeme nutzen ähnliche Technologie, aber die Laica Jolly punktet mit schnellerem Fluss und digitaler Anzeige, während die Brita Marella stärker entkalkt. Für Haushalte mit weichem Wasser (unter 10 °dH) ist der Laica Jolly die bessere Wahl, da Brita das Wasser mineralärmer macht.

Was sagen Besitzer der Laica Jolly und Brita Marella?

Wir haben zahlreiche Nutzerforen und Kundenrezensionen ausgewertet. Hier die häufigsten Aussagen:

  • „Der Laica Jolly macht das Wasser richtig weich, fast wie destilliert.“ – Viele Besitzer loben die Geschmacksverbesserung, besonders bei Kaffee und Tee. Einige bemerken jedoch, dass die digitale Anzeige nach 1–2 Jahren schwächer wird. Tipp zum Austausch: Laica Jolly Filterkartusche tauschen.
  • „Bei der Brita Marella dauert das Filtern ewig – ich stehe da und warte.“ – Ein häufiger Kritikpunkt. Der Laica Jolly wird hier als zeitsparender empfunden. Ein Besitzer meinte: „Ich brauche den Laica zum Kochen, der Brita steht nur im Kühlschrank.“
  • „Der Laica Jolly ist leichter und rutscht mir nicht aus der Hand.“ – Vor allem ältere Nutzer schätzen das geringe Gewicht. Allerdings kritisieren einige, dass der Deckel bei ruckartigen Bewegungen abspringen kann. Hier erfahren Sie, wie Sie das Problem beheben können.

Negative Stimmen zur Laica Jolly betreffen oft die Ersatzteilverfügbarkeit: Filterkartuschen sind manchmal in kleineren Läden nicht vorrätig. Die Brita Marella hingegen ist in jedem Supermarkt zu finden. Für die langfristige Pflege empfehlen wir unseren Laica Jolly Pflege und Wartung Guide.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Welche Vorteile hat die digitale Wechselanzeige des Laica Jolly?
    Die digitale Wechselanzeige des Laica Jolly (Meter-Timer) zählt exakt die gefilterte Wassermenge und zeigt bei Erreichen von 150 Litern eine rote Lampe an. Sie ist genauer als mechanische Anzeigen und zeigt auch an, wenn der Filter defekt ist. Ein Batteriewechsel ist nach etwa 1 Jahr nötig.
  2. Ist der Laica Jolly für kaltes Wasser geeignet?
    Ja, der Laica Jolly ist für die Kühlschranknutzung bei +4 °C bis +40 °C geeignet. Das Material (BPA-freier Kunststoff) ist kältebeständig. Für heiße Getränke sollte das gefilterte Wasser jedoch in eine separate Kanne oder Tasse umgefüllt werden.
  3. Wie oft muss ich die Filterkartusche wechseln?
    Laut Hersteller alle 4 Wochen oder nach 150 Litern, je nachdem, was zuerst eintritt. Bei sehr hartem Wasser (>20 °dH) kann die Lebensdauer kürzer sein. Die digitale Anzeige gibt eine zuverlässige Wechselinformation. Lesen Sie dazu auch den Artikel Laica Jolly Filterlebensdauer: Tipps zur Verlängerung.
  4. Kann ich Brita-Filter in einem Laica Jolly verwenden?
    Nein, das ist nicht möglich. Die Filterkartuschen von Laica (Jolly Plus) und Brita (Maxtra+) haben unterschiedliche Durchmesser und Verriegelungsmechanismen. Ein Einsetzen führt zu Undichtigkeiten und schlechter Filterleistung. Verwenden Sie nur Original-Laica-Filter.
  5. Welche Wasserhärte wird mit dem Laica Jolly reduziert?
    Der Laica Jolly entfernt hauptsächlich Kalk (Calcium und Magnesium) und reduziert die Carbonathärte um 60–65 %. Bei Wasser mit 18 °dH (hart) sinkt der Wert auf etwa 6–7 °dH. Chlor und Schwermetalle wie Blei werden ebenfalls reduziert. Für eine vollständige Analyse empfehlen wir den Wasserqualitätstest.
  6. Ist der Laica Jolly leichter zu reinigen als die Brita Marella?
    Ja, wegen des glatten, abgerundeten Designs ist der Laica Jolly einfacher zu reinigen. Der Deckel kann komplett abgenommen und mit warmem Wasser und Spülmittel gespült werden. Die Brita Marella hat durch den kantigen Griff mehr Ecken, in denen sich Schmutz sammelt. Regelmäßige Reinigung alle 2 Wochen wird empfohlen.

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